Möwen

Posted by in Blog on Di. Jan. 2012

Möwen


Ich bin mit Möwen aufgewachsen.

Das Haus meiner Eltern steht etwa zwei Kilometer vom Strand entfernt, gegenüber pflügen, sähen und ernten fleißige Bauern Getreide. Kein Wunder also, dass die Möwen auch mal bei uns im Garten saßen. Eine Zeit lang bekamen wir morgens Brötchen geliefert. Nicht selten waren die Möwen schneller an der Tüte als wir. Am Strand versuchten sie mir die Pommes zu klauen und hinterließen danach unschöne, weiße Flecken auf meinem Fahrradsattel.

Als ich dann zum Studieren nach (von mir aus gesehen) Süddeutschland (Göttingen) zog, gab es keine Möwen mehr. Nur noch Tauben. Klein und grau statt groß und weiß. Gurren statt schreien. Auch sie wollten mein Essen haben und bekleckerten mein Fahrrad. Ich fing an, die Möwen zu vermissen.

Jetzt, in Hamburg, habe ich beides. Möwen und Tauben glücklich vereint. Ich find’s schön. Und mein Fahrrad? Nun ja, an der Uni habe ich gelernt, dem geparkten Fahrrad eine schmucke Plastiktüte, oder wenn zur Hand, eine Duschhaube über den Sattel zu ziehen. Hilft gegen Möwen- und Taubenklecker und ist auch nach einem Hamburgischen Regenguss gar nicht unpraktisch.

Letzte Woche war ich übrigens auf Usedom. Ohne Fahrrad. Aber mit Möwen. Am Strand habe ich versucht, sie zu fotografieren. Gar nicht so einfach, die Viecher wollen auch                                                           nicht stillhalten. Aber ein paar habe ich doch erwischt.

 

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